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Ausstellungsforum-Graphikkabinett

  


Januar 2012 - Dezember 2012
Plastiken Ernst Barlachs aus den Jahren 1904/05 bis 1937 im Ausstellungsforum.


17. Juli 2011 bis 19. Februar 2012
„Mythos und Zukunftstraum“
Texte und Bilder von Ernst Barlach im Ausstellungsforum-Graphikkabinett

Die Auseinandersetzung mit dem Mythos nimmt im Werk des Bildhauers, Graphikers und Schriftstellers Ernst Barlach (1870-1938) einen zentralen Platz ein. Aus der Wahrheit der mythischen Geste schöpfte der Künstler Sinnbilder für das Leiden des Menschen, für seine Größe, für seine „Angelegenheiten“, wie er es nannte. Barlachs Arbeit am Mythos ist mit der expressionistischen Vision von einem neuen Menschen verbunden. Die Ausstellung veranschaulicht dies durch herausragende Beispiele seiner literarischen und bildkünstlerischen Arbeiten. Unter den Exponaten befinden sich neben Zeichnungen und Plastiken Raritäten wie eine lange verschollen geglaubte Vorstufe zu seinem Drama „Der blaue Boll“, ein Manuskript zum Drama „Der Arme Vetter“ mit zahlreichen eigenhändigen Korrekturen sowie die Handschrift des Romanfragments „Der gestohlene Mond“. Zudem werden Illustrationen zu eigenen und fremden Texten präsentiert, die Barlach als einen wichtigen Vertreter der Buchkunstbewegung des frühen 20. Jahrhunderts zeigen, darunter Lithographien zu seinem ersten Stück, „Der tote Tag“, Holzschnitte zu „Walpurgisnacht“ aus Goethes „Faust I“ oder zu Schillers Ode „An die Freude“ sowie Skizzen zu Kleists „Michael Kohlhaas“ und zum „Nibelungenlied“.

Im Begleitkatalog sind die ausgestellten Werke verzeichnet und zu einem großen Teil abgebildet, einige ganzseitig. In dem einführenden Text Bilder der Zukunft. Barlachs Arbeit am Mythos wird das Thema erstmalig eingehend untersucht.

Katalog (Hg. Helga Thieme): 40 Seiten, schwarz/weiß, zum Preis von 15,00 €. Erhältlich im Museum und im Museumsshop per Internet.


26. Februar - 10. Juni 2012
Ernst Barlach. Bilder vom Tode im Werk eines deutschen Expressionisten
(Kuratoren: Dr. Szymon Piotr Kubiak, Dr. Volker Probst).
Mit pol.-dt. Katalog.
Eine Kooperation mit dem Nationalmuseum Stettin.
Die Ausstellung wird sich thematisch mit Barlachs Arbeiten zur Sepulkralkultur in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts befassen. Dabei wird gezeigt, dass Barlach sich zunächst in seinem großen Grabmal für die Familie des Reeders Gustav Moeller um 1901/02 auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg noch an französischen Vorbildern orientierte. Im Jahr 1920/21 entstehen dann nahezu zeitgleich zwei große Grabmäler, die Barlach für die Familie Warburg in Hamburg und für die Familie Biesel in Stettin entwirft. Während er bei seinem Grabmal Warburg abstrakte Formen verwendet – ganz ungewöhnlich für Barlach –, greift er bei dem Auftrag für Stettin auf eine der großen Mythen der Menschheitsgeschichte zurück: Mutter Erde, die sowohl den Ursprung des Lebens als auch die Rückkehr in den Schoß der Erde symbolisiert. Dieses bedeutende Werk kann mit zwei Vorzeichnungen und drei plastischen Vormodellen ungewöhnlich deutlich in seiner Entwicklung dargestellt werden. Es bildet in der Ausstellung die zentrale Einheit, um die sich weitere Grabmäler Barlachs als Modelle und Entwurfszeichnungen gruppieren, u. a.: Grabmal Luise Barlach, 1921; Grabmal Erbprinz Reuß, 1930/31; Grabmal Pauly, 1933 und den Grabmalsentwurf für seinen Dichterfreund Theodor Däubler (1935), dessen Realisierung die Nationalsozialisten verboten.
Bei Barlachs Grabmalen wird deutlich, dass er seine bildhauerischen Formen und seine zeitlosen Menschengestalten auch für die Grabmalskultur einzusetzen weiß. Dabei berücksichtigt Barlach die damals modernen Strömungen bei den Gestaltungen von Friedhöfen und Grabanlagen, wobei gerade der Stettiner Friedhof als vorbildhaft galt.


17. Juni 2012 - 16. September 2012 
Graphikkabinett
Ernst Barlach – Marga Böhmer. Zeichnungen. Druckgraphik. Briefe. Dokumente
(Kuratorin: Inge Tessenow). Mit Monographie „Briefe Ernst Barlachs an Marga Böhmer


Die Ausstellung thematisiert erstmalig die Beziehungen Ernst Barlachs zu Marga Böhmer, einer Bildhauerin, die Mitte der 1920er Jahre mit ihrem Mann nach Güstrow kam und die später Barlachs Lebensgefährtin wurde. Neben Kunstwerken, die Barlach Marga Böhmer widmete, werden verschiedene, zum Teil bislang unveröffentlichte Dokumente ihrer Lebenspartnerschaft gezeigt.


30. September – 31. Dezember 2012
Graphikkabinett
Francisco Zúñiga. Plastik, Zeichnung, Druckgraphik. Zum 100. Geburtstag des mexikanischen Bildhauers
(Kuratoren: Dr. Volker Probst, Ariel Zúñiga). Mit Katalog.
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Fundación Zúñiga Laborde, Mexico City

Der Bildhauer Francisco Zúñiga (1912-1998) zählt zu den wichtigsten Künstlern Mexikos im 20. Jh., die international Anerkennung gefunden haben. Nachweislich sah Zúñiga im Jahre 1930 eine Ausstellung von Druckgraphiken deutscher Künstler in San José (Costa Rica), darunter auch Holzschnitte von Ernst Barlach. In den folgenden Jahren hat das Werk des norddeutschen Bildhauers Zúñigas eigenes Werk beeinflusst. Der seit 1936 in Mexiko ansässige Bildhauer besaß mehrere graphische Arbeiten Barlachs und zahlreiche Kunstbände über das Werk des expressionistischen Künstlers. Zúñigas Werk ist der figurativen Darstellung des Menschen im 20. Jh. gewidmet. Dabei greift er Themen auf, die die Menschen in ihrem Dasein „zwischen Himmel und Erde“ (Ernst Barlach) zeigen. Zwar nimmt die Aktdarstellung einen breiten Raum in seinem Werk ein, jedoch ist unverkennbar, dass die Darstellung eines humanen Menschenbildes ein grundlegendes Anliegen von Francisco Zúñiga ist. Die Ausstellung in Güstrow soll zum einen den Einfluss Barlachs auf das Werk Zúñigas deutlich machen, zum anderen ist es die einzige Ausstellung in Deutschland aus Anlass des 100. Geburtstages des mexikanischen Bildhauers.


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