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Werkverzeichnis Zeichnungen

29. Januar - 10. Juli 2011
Plastiken Ernst Barlachs im Ausstellungsforum-Graphikkabinett
Ernst Barlach - Zeichnungen, Holzschnitte und Lithographien 

Diese -im Ausstellungsforum und Graphikkabinett gezeigte- Präsentation ist dem druckgraphischen Lebenswerk Barlachs (1870–1938) gewidmet. Ernst Barlach war, wie vielfach hingewiesen, sehr vielseitig. Seine Vorstellungen von seinem Leben als Künstler waren seit seiner frühen Jugend gereift. Bereits für den Neunzehnjährigen waren sie klar und gefestigt. Er fühle sich vor allem als Bildhauer, schrieb er 1889. Da ihm die Plastik aber nicht ganz genüge, deshalb zeichne er, und weil ihm das nicht ganz genüge, schreibe er. Im Laufe seiner Entwicklung durften sich Barlachs künstlerische Fähigkeiten voll ausprägen. Alle von ihm ausgeübten Kunstarten – Zeichnung, Plastik, Literatur sowie Druckgraphik – mit ihrer Botschaft der Menschlichkeit und Menschenwürde, expressiv-realistisch gestaltet, begründeten seinen Rang als einer der bedeutendsten Künstler der Moderne.
Barlach arbeitete auf druckgraphischem Gebiet in Lithographie und Holzschnitt. Die neue Sonderausstellung der Ernst Barlach Stiftung zeigt eine Auswahl der Werke und veranschaulicht in Beispielen deren Entstehung – mit Vorzeichnungen, Probedrucken, Druckträgern für Lithographie beziehungsweise Holzschnitt bis hin zu Buchausgaben. In die Ausstellung sind Plastiken aus dem Sammlungsbestand der Ernst Barlach Museen einbezogen. Diese, wie auch plastische Werke in der Halle des Ausstellungsforums lassen so manche überraschende Beobachtung zu, – umgekehrt auch das Betrachten der Graphiken. Einige Bildmotive sind in verschiedenen Kunstgattungen gestaltet und weisen auf die engen Verflechtungen in Barlachs Œuvre. 


17. Juli 2011 bis 19. Februar 2012
„Mythos und Zukunftstraum“
Texte und Bilder von Ernst Barlach im Ausstellungsforum-Graphikkabinett

Die Auseinandersetzung mit dem Mythos nimmt im Werk des Bildhauers, Graphikers und Schriftstellers Ernst Barlach (1870-1938) einen zentralen Platz ein. Aus der Wahrheit der mythischen Geste schöpfte der Künstler Sinnbilder für das Leiden des Menschen, für seine Größe, für seine „Angelegenheiten“, wie er es nannte. Barlachs Arbeit am Mythos ist mit der expressionistischen Vision von einem neuen Menschen verbunden. Die Ausstellung veranschaulicht dies durch herausragende Beispiele seiner literarischen und bildkünstlerischen Arbeiten. Unter den Exponaten befinden sich neben Zeichnungen und Plastiken Raritäten wie eine lange verschollen geglaubte Vorstufe zu seinem Drama „Der blaue Boll“, ein Manuskript zum Drama „Der Arme Vetter“ mit zahlreichen eigenhändigen Korrekturen sowie die Handschrift des Romanfragments „Der gestohlene Mond“. Zudem werden Illustrationen zu eigenen und fremden Texten präsentiert, die Barlach als einen wichtigen Vertreter der Buchkunstbewegung des frühen 20. Jahrhunderts zeigen, darunter Lithographien zu seinem ersten Stück, „Der tote Tag“, Holzschnitte zu „Walpurgisnacht“ aus Goethes „Faust I“ oder zu Schillers Ode „An die Freude“ sowie Skizzen zu Kleists „Michael Kohlhaas“ und zum „Nibelungenlied“.

Im Begleitkatalog sind die ausgestellten Werke verzeichnet und zu einem großen Teil abgebildet, einige ganzseitig. In dem einführenden Text Bilder der Zukunft. Barlachs Arbeit am Mythos wird das Thema erstmalig eingehend untersucht.

Katalog (Hg. Helga Thieme): 40 Seiten, schwarz/weiß, zum Preis von 15,00 €. Erhältlich im Museum und im Museumsshop per Internet.


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