Katalog: „Mythos und Zukunftstraum“. Texte und Bilder von Ernst Barlach, hg. v. Helga Thieme, Ernst Barlach Stiftung Güstrow 2011, 40 Seiten, reich bebildert (s/w).
„Was der Mensch gelitten hat und leiden kann, seine Größe, seine Angelegenheiten (inklusive Mythos und Zukunftstraum), dabei bin ich engagiert“, teilte Barlach 1911 mit. Er setzte sich mit dem Begriff des Mythos nicht theoretisch auseinander. Ihn interessierten Bilder und Zeichen der bekannten Überlieferungen, die ihm für seine künstlerische Sinnübermittlung bedeutsam erschienen. Dafür schuf er eigene Metaphern, Symbole und Allegorien. Die alten Mythen, vorchristliche und biblische Mythen, Tod, Auferstehung und Neugeburt, der Sonnen- und Mondmythos, der Mythos Pferd, aber auch literarische Mythen, wie der Faust- und Nibelungenmythos, und nicht zuletzt die Lieder der „Edda“ fanden Eingang in seine Werke. Zugleich aber sah Barlach den Mythos in seinem utopischen Licht und begriff ihn als fortwirkend in das Künftige. Barlachs künstlerische Arbeit am Mythos gipfelt in der Darstellung der menschlichen Gestalt, in der expressionistischen Vision von einem neuen Menschen.In dem einführenden Katalogtext Bilder der Zukunft. Barlachs Arbeit am Mythos wird das Thema erstmalig eingehend untersucht.
192 Seiten, durchgehend s/w und auch farbig bebildertHrsg.: Andrea Fromm und Helga Thieme, Textbeiträge von Alexander Bastek, Andrea Fromm, Josephine Gabler, Volker Probst und Helga ThiemeErschienen anlässlich einer Wanderausstellung mit Stationen in Passau, Güstrow und Lübeck
Frauenbilder haben im Werk des Bildhauers, Zeichners und Schriftstellers Ernst Barlach (1870-1938) eine besondere Bedeutung. Sowohl der weibliche Körper als auch die Frau in ihrem gesellschaftlichen Umfeld sind ein zentrales Thema seiner gesamten künstlerischen Arbeit. In Barlachs facettenreichen Frauendarstellungen sind wichtige künstlerische Einflüsse der Zeit erkennbar, zugleich aber zeigen sie ihn als einen einzigartigen Künstler des zwanzigsten Jahrhunderts. Unter diesem Aspekt untersuchen die Autoren des vorliegenden Buches die Entwicklung seines Werkes vom Jugendstil zum Expressionismus. Darüber hinaus wird erstmals der Zusammenhang zwischen Barlachs persönlichen Beziehungen zu Frauen und seinen Frauenbildern betrachtet.
Erscheinungsjahr 2008, 216 Seiten, ca. 340 überwiegend farbige Abbildungen, engl. Broschur.
Mit Adolf von Hildebrands (1847-1921) viel beachteter Schrift "Das Problem der Form" wurde zu Ende des 19. Jh. eine neue Ära der Bildhauerei in München begründet. Das Erbe Hildebrands wurde von der nachfolgenden Bildhauergeneration um Bernhard Bleeker (1881-1968) und Hermann Hahn (1868-1942) auf deren Schüler weitergegeben und prägte über vier Generationen die Bildnerei an der Münchner Akademie.Die neben Hans Wimmer (1907-1992) bekanntesten Münchner Vertreter der klassischen Moderne, deren Werk sich auch nach 1945 behaupten konnte, sind Toni Stadtler (1888-1982), Anton Hiller (1893-1985), Josef Henselmann (1898-1987), Heinrich Kirchner (1902-1984), Georg Brenninger (1909-1988) und die früh verstorbenen Fritz Wrampe (1893-1934) und Ludwig Kasper (1893-1945) sowie Priska von Martin (1912-1982) als einzige Künstlerin.Auch die spätere Generation nahm die menschliche Gestalt zum Ausgangspunkt ihrer bildnerischen Bemühungen.Als ihre wichtigsten Vertreter gelten Fritz Koenig (*1924), Herbert Peters (1925-2006), Michael Croissant (1928-2002) und Wilhelm Uhlig (*1930).Ihre unterschiedlichen Positionen sind von fortschreitender Geometriesierung bis hin zur Anstraktion geprägt oder bleiben dem Figurativen verhaftet.Mit den sogenannten "Antiobjekten" opponieren Lothar Fischer (1933-2004) und Hans Matthäus Bachmeyer (*1940) gegen konventionelle Vorstellungen von Kunst.
Verlag "Bibliothek der Provinz"Mit Texten von Martin Hochleitner, Susanne Rolinek, Gabriele Stöger-Spevak, Helga Thieme und Volker Probst.Kataloge der Oberösterreichischen Landesmuseen N.S. 77Hardcover, 151 Seiten, zahlreiche Abbildungen (s/w)ISBN 978-3-85474-192-3
Bearbeitet von Annette Seeler, herausgegeben von Volker Probst, Ernst Barlach Stiftung Güstrow 2007, Paperback, 96 Seiten.Zeichnungen, Lithographien, Holzschnitte, Radierungen, Plastiken.Zum 140. Geburtstag von Käthe Kollwitz."Blättert man diesen Sammelband (>Das Käthe Kollwitz Werk< Dresden 1930) durch, erkennt man, dass Kollwitz mit tiefer mütterlicher Liebe für alle Beleidigten und Benachteiligten trauert, protestiert, sich empört und kämpft. Die ausgewählten Motive kreisen zumeist um Elend und Not, um Hunger, Obdachlosigkeit, Krankheit, Tod, aber ihre Arbeiten thematisieren auch Kampf, Solidarität und Auflehnung. ...Außerdem kämpft sie nicht nur gegen das Elende in ihrer eigenen Umgebung, auch China gegenüber ist sie nicht so teilnahmslos ... Im Jahr 1931, als die sechs jungen Schriftsteller ermordet wurden, war sie eine der progressiven Schriftsteller und Künstler aus aller Welt, die eine Protesterklärung unterschrieben hatten. Jetzt ist die Künstlerin nach chinesischer Zählung 70 Jahre alt geworden. Die Veröffentlichung dieses Buches kann trotz seines bescheidenen Umfangs wohl als eine kleine Ehrung für sie gelten."Lu Xun: >Vorbemerkung zum Verzeichnis der ausgewählten Graphik von Käthe Kollwitz.<, Shanghai 1936
Ernst Barlach. RetrospektiveHerausgegeben vom National Museum of Modern Art, Kyoto, The Asahi Shimbun, der Ernst Barlach Stiftung Güstrow und dem Ernst Barlach Haus Hamburg, mit Beiträgen von Andrea Fromm, Sebastian Giesen, Akira Ichikawa u.a.294 Seiten mit zahlreichen, meist farbigen Abbildungen, broschiert, Deutsch/Japanisch, Kyoto – Tokyo – Yamanashi 2006
Piper Verlag GmbH, München, 775 Seiten, Hardcover. Herausgegeben und erläutert von Wolfgang Tarnowski, mit 65 Abbildungen.Ernst Barlach war eine der markantesten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Zeugnisse seiner außergewöhnlichen schöpferischen Kraft sind seine Plastiken, Graphiken und Prosatexte. Ebenso unmittelbar und unverwechselbar wie in seinen Werken drückte er sich in seinen zahlreichen Briefen aus. Zu den wichtigsten Briefpartnern gehörte sein Freund uns späterer Verleger Reinhard Piper, der als eine der großen Verlegerpersönlichkeiten der Kultur seiner Zeit wesentliche Impulse gab.In dem vorliegenden erstmals vollständig editierten und umfassende kommentierten Briefwechsel aus den Jahren 1900 bis 1938 treten nicht nur zwei interessante Charaktere und vertraute Freunde hervor, sondern auch zwei scharfsichtige Zeitzeugen der ersten vier Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts.Die vorliegende Briefausgabe enthält viele bisher unbekannte oder unveröffentlichte Dokumente und Abbildungen, die einen wichtigen Beitrag zur Barlach-Forschung darstellen.
Hrsg.: Landesmuseumsdirektor des Landes Schleswig-Holstein, 1995, Broschur, 64 Seiten.
Auf den Spuren von Ernst Barlach und Theodor Däubler. 90 farbige Reproduktionen nach Bildern von Alexander Dettmar. Text von Volker Probst. 1. Aufl. Güstrow: Ernst Barlach Stiftung, 2000. 96 S. Originalpappeinband mit Originalumschlag.
Verlag der Kunst Dresden 2004 174 S. mit zahlr. s/w- u. farb. Abb., 30,0 x 23,3 cm
Mit Beiträgen von Christine Freifrau von Gayl, Matthias Esche, Theodor Däubler, Ina Ewers-Schultz, Ruth Irmgard Dalinghaus, Uwe Haupenthal.
Bereits vor dem Ersten Weltkrieg zählte Cesar Klein (1876-1954) zur künstlerischen Avantgarde in Deutschland. Die Malerei Cezannes sowie die prismatisch gesplitterten kubistischen Kompositionen leiteten um 1915 die entscheidende künstlerische Wende im Schaffen des expressionistischen Künstlers ein. Neben Nolde, Kirchner und Heckel zählte Cesar Klein 1909 zu den Gründungsmitgliedern der "Neuen Sezession" in Berlin, 1918 u. a. zu den Initiatoren der revolutionären "Novembergruppe". Zeitlebens konnte Cesar Klein auf dem Felde der angewandten Kunst große Erfolge feiern. Seit 1919 entstanden zudem viel beachtete Bühnenbilder. Daneben wurde der Künstler als Lehrer an die Berliner Akademie berufen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Cesar Klein zu den Künstlern der ersten Stunde. Zäsurlos knüpfte er an seine Schaffensphase vor 1933 an und fand sich mit seinen surreal anmutenden Bildern unversehens wieder inmitten des aktuellen Kunstgeschehens.
Herausgegeben von Stephan, Erik Verlag : Städtische Museen Jena Einband : gebunden (Hardcover)Seiten/Umfang : 216 S. - 28,5 x 23,5 cm
Das Buch stellt zahlreiche Hauptwerke Barlachs aus allen Bereichen seines Schaffens vor und ist als Retrospektive angelegt. Parallel dazu werden viele jener Werkzyklen und Einzelwerke ausgestellt, die Barlach in Thüringen schuf oder die sich in besonderer Weise mit Personen oder Orten verbinden lassen. So z. B. der umfangreiche Zyklus An die Freude (1927) zu Schiller, seine zahlreichen Skizzenbücher aus Friedrichroda, die enge Kooperation bei den Inszenierungen seiner Dramen am Geraer Theater oder auch die Illustrationen zu den Werken Goethes.