Ausstellungsforum-Graphikkabinett
Heidberg 15, 18273 Barlachstadt Güstrow

Ernst Barlach: Hans Barlach, Friedrichroda, 1897, Bleistift

21. Juni bis 10.November 2019, Ausstellungsforum-Graphikkabinett.
"Der Kopf verfolgt mich" - Ernst Barlach als Porträtist


Ernst Barlach (1870-1938) kann als einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer, Zeichner und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts gelten. Besonders durch seine Holzskulpturen prägte er die moderne Bildhauerei entscheidend mit.

Ein bisher kaum beachteter Aspekt in seinem Werk stellen seine zahlreichen Porträtarbeiten dar. Ob in graphischen, zeichnerischen, plastischen oder literarischen Arbeiten – den Menschen in all seinen emotionalen Stadien thematisierte Barlach als sein prägendes Leitmotiv ein Leben lang.

Einen umfangreichen Teil dieser künstlerischen Interpretationen des Menschen bilden Porträtdarstellungen. Die Ausstellung widmet sich dieser besonderen Werkgruppe und führt erstmalig innerhalb einer Ausstellung Porträtarbeiten Ernst Barlachs aus fast jedem Jahrzehnt seiner Künstlerkarriere von 1887 bis 1937 und aus allen von ihm angewandten Gattungen zusammen. Es ergibt sich so ein beeindruckender Querschnitt von den plastischen Porträts berühmter Persönlichkeiten, wie der Schauspielerin Tilla Durieux (1912), des Dichters Theodor Däubler (1913), des Komponisten Ludwig van Beethoven (1926) oder des Schauspielers Paul Wegener (1930) bis hin zu den unbekannteren, jedoch sehr zahlreichen Porträtstudien in seinen Taschenbüchern und Skizzenheften.

An folgenden Tagen werden um jeweils 15 Uhr Kuratorenführungen angeboten:

01. September 2019 mit Frau Franziska Hell, wissenschaftliche Mitarbeiterin
06. Oktober 2019 mit Frau Schulz-Ohm, Geschäftsführerin

Neben dem Eintritt fallen für die Führung p.P. 2 € an.

Den Katalog zur Ausstellung finden Sie HIER in unserem Museumsshop.

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Hanns Bolz: Stadtbrücke, 1912, Holzschnitt, 26,7x 23,3 cm
(c) Sammlung Joseph Hierling
Georg Schrimpf: Affen, 1921, handkol. Holzschnitt, 11,2x 10,8 cm
© Sammlung Joseph Hierling

23. November 2019 bis 23. Feburar 2020, Ausstellungsforum-Graphikkabinett.
„Flächenbrand Expressionismus. Holzschnitte aus der Sammlung Joseph Hierling“.

Katalog der Sammlung ist vorhanden.

Für die weite Verbreitung und Popularisierung des Expressionismus nach dem Ersten Weltkrieg und in der Kultur der 1920er Jahre war in hohem Maße der künstlerische Holzschnitt verantwortlich. Es war jene Zeit, in der im gesamten deutschsprachigen Kulturgebiet von expressionistischer Musik, expressionistischem Tanz und Film sowie von expressionistischer Mode gesprochen wurde. Das allgemeine Bewusstsein dessen, was mit dem Begriff Expressionismus bezeichnet werden könnte, prägte dabei der scharfgeschnittene Holzschnitt mit seiner kontrastierenden Wirkung des Schwarz-Weiß. Die Sammlung von Joseph Hierling umfasst über 1.000 Blätter von mehr als 130 Künstlerinnen und Künstler von erstaunlicher Qualität. Daraus wird eine Auswahl von ca. 100 Blättern gezeigt, die sich in thematische Gruppen gliedert, u. a. Akt, Mutter und Kind, Mensch und Natur, Biblische Szenen, Gesellschaftskritik, Städtisches Leben.
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