Aktuelles

Ausstellungsforum-Graphikkabinett
Heidberg 15, 18273 Barlachstadt Güstrow

Jo Jastram: Schreiender Hengst

VERLÄNGERUNG: bis 23. April 2017
im Ausstellungsforum-Graphikkabinett:

„Jo Jastram. 1928-2011“

Die neue Sonderausstellung der Ernst Barlach Stiftung widmet sich dem Bildhauer Jo Jastram (1928 Rostock - 2011 Ribnitz-Damgarten). Jastram, Mitglied der Akademie der Künste Berlin, gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Seine figürliche Plastik prägte wesentlich den Charakter realistischer Bildhauerkunst in der DDR. Jastrams zahlreiche Plastiken im öffentlichen Raum gehören zu den bekanntesten in Norddeutschland, z. B. „Brunnen der Lebensfreude“ (Rostock), Relief „Todesmärsche im April 1945“ (Mahn- und Gedenkstätte Wöbbelin).

Als Hochschullehrer an der Universität Greifswald und der Kunsthochschule Berlin-Weißensee wies er ab den 1960er Jahren jungen Künstlern den Weg zu selbständigem bildnerischen Ausdruck. Er trug als Präsident der Ostsee-Biennale zur Öffnung des Landes für internationale, insbesondere nordeuropäische Kunstströmungen bei. Ab 1983 war Jastram Vorsitzender des „Arbeitskreises Ernst Barlach“ im Kulturbund der DDR. Bei der Vereinigung der beiden Ernst Barlach Gesellschaften in Ost und West hat er engagiert mitgewirkt.

Jo Jastram gehörte zur ersten Generation junger Künstler, die sich in der gesellschaftlichen Aufbruchszeit nach dem Inferno des Zweiten Weltkrieges einer Ausbildung zuwandten, die er an den Kunsthochschulen in Dresden und Berlin absolvierte. Vor allem die Studienjahre in Berlin-Weißensee bei Heinrich Drake haben seine Auffassung von Plastik in der Tradition der Berliner Bildhauerschule begründet, die er dort dann von 1980 bis 1986 als Lehrer und Professor für Bildhauerei seinen Studenten vermittelte. Nach dem Studium nahm er seit 1956 seinen Lebensmittelpunkt in Rostock und Mecklenburg.


Jastrams Wirken als Bildhauer erstreckte sich auf viele Gebiete seines Metiers, aus dem die Werkgruppen der Porträts, der Reisemotive und der Tierdarstellungen herausragen, die im Mittelpunkt der Präsentation stehen. Einen besonderen Platz nehmen in seinem Schaffen Werke für urbane und öffentliche Räume ein. Für Rostock, Greifswald, Barth, Ribnitz-Damgarten, Schwedt, Berlin, Leipzig, Gera, Chemnitz und Münster entstanden monumentale Reliefwände und Einzelfiguren sowie Brunnengestaltungen.

Die Ausstellung in der Ernst Barlach Stiftung Güstrow (im Ausstellungsforum am Heidberg) zeigt einen repräsentativen Querschnitt der Oeuvres des Künstlers: Plastiken, Medaillen und Zeichnungen aus den Jahren 1957 bis 2006 geben einen anschaulichen Einblick in unterschiedliche Schaffensepochen des Künstlers und zeichnen seine Entwicklung als Bildhauer nach. Erstmals werden Jastrams umfangreiche Arbeiten im Bereich von Denkmal und Gestaltungen des urbanen Raumes mit Brunnenanlagen und freien Großplastiken in einer Ausstellung dokumentiert und eröffnen damit einen Einblick in ein reiches Lebenswerk.Das Werkverzeichnis von Jo Jastrams plastischem Werk, das anlässlich der Ausstellung in Güstrow vorgestellt wird, wurde im Rahmen eines Projektes der Kulturstiftung Rostock e.V. von den Kunstwissenschaftlern Dr. Heidrun Lorenzen, Dr. Andreas Lorenzen und Klaus Tiedemann erarbeitet. Das Gesamtvorhaben wurde ermöglicht durch die Förderung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur, mit freundlicher Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der OstseeSparkasse Rostock sowie durch die Förderung der Hansestadt Rostock.Das Ausstellungsprojekt ist im Ergebnis der Arbeit am Werkverzeichnis entstanden und wurde von den Autoren in Zusammenarbeit mit der Ernst Barlach Stiftung kuratiert und von der Kulturstiftung Rostock e.V. gefördert. Mit der Ausstellung Jo Jastram setzt die Ernst Barlach Stiftung die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Bildhauerei in der Nachfolge Ernst Barlachs fort, die als Teil der Rezeptionsgeschichte verstanden wird. Diese Reihe soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Ernst Barlach Stiftung Güstrow und der Kulturstiftung Rostock e.V..

 Zur Ausstellung erscheinen 4 Postkartenmotive ( à 1 €) und das Werkverzeichnis Jo Jastram. Das plastische Werk. 1949-2010. Rostock 2016. Erhältlich zum Preis in den Museumsshops der Ernst Barlach Stiftung bzw. im online-Shop (bitte anklicken). Preis: 29,90 € ggf. zzgl. Versandkosten.

 Kuratoren der Ausstellung: Dr. Heidrun Lorenzen, Dr. Andreas Lorenzen und Klaus Tiedemann unter Mitarbeit von Dr. Volker Probst

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Käthe Kollwitz, Pietà, 1937-39, Bronze, Privatsammlung

 30. April – 2. Juli 2017:
Auf der Suche nach der ‚neuen Form‘.
Zeichnungen. Druckgraphik und Plastik von Käthe Kollwitz.
Ausstellung zum 150. Geburtstag der Bildhauerin.


In 2017 ist der 150. Geburtstag der Graphikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz (1867-1945) zu begehen. Nach der in 2007 gezeigten Kollwitz-Ausstellung im Ausstellungsforum-Graphikkabinett, bei der die Beziehung zwischen der Bildhauerin und dem chinesischen Schriftsteller Lu Xun (1881-1936) im Mittelpunkt stand, wird es nun vor allem um die wichtigsten Bildzyklen der Künstlerin, aber auch um den Werkprozess bei der Druckgraphik (Druckzustände / Fassungen) gehen, erweitert durch eine Auswahl von Handzeichnungen und Plastiken Kollwitz‘. Bei diesem Projekt wird die Ernst Barlach Stiftung vor allem vom Käthe-Kollwitz-Museum Köln unterstützt.
Bei der Ausstellung 2017 wird es nicht vordergründig um eine Gegenüberstellung Ernst Barlach – Käthe Kollwitz gehen, dazu gibt es genügend Literatur und Ausstellungen. Im Mittelpunkt der Präsentation werden in Zeichnungen und der Druckgraphik als dem Hauptgebiet ihrer künstlerischen Arbeit und ausgewählten Plastiken die zentralen Themen ihrer Kunst stehen: der Mensch in seinen elementaren Befindlichkeiten.
Hauptleihgeber wird das Käthe-Kollwitz-Museum Köln sein. Weitere Leihgaben aus dem Staatlichen Museum Schwerin, dem Käthe-Kollwitz-Museum Berlin, dem Archiv der Akademie der Künste Berlin und von privaten Sammlern werden die Ausstellung erweitern.
Kuratoren: Dr. Volker Probst, Dr. Annette Seeler
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21. Mai 2017
Internationaler Museumstag


Ausstellungseröffnung und Preisverleihung anlässlich des 5. Barlach-Schüler-Wettbewerbs zum Thema „Das Lauschen“.
Kuratoren: Franziska Hell, M. A. und Irene Heinze in Zusammenarbeit mit den Freunden der Güstrower Barlach-Museen e. V.  


 

 

9. Juli – 3. Oktober 2017
„Es geschieht enorm viel Unfug mit Photos" – Ernst Barlach und seine Fotografen

 Ernst Barlachs Lebensstationen wurden oftmals anhand seines bildhauerischen und zeichnerischen Werks nachvollzogen, jedoch dokumentieren auch zahlreiche Fotografien die Lebensphasen des Künstlers. Die Ausstellung "Ernst Barlach und seine Fotografen" arbeitet den reichen fotografischen Nachlass, der heutzutage vorhanden ist, auf und gibt Einblick in Ernst Barlachs biographische Stationen und seinen Familien- und Freundeskreis. Hierfür werden zum einen Fotoporträts des Künstlers aus allen Lebensphasen, zum anderen historische Aufnahmen seines sozialen Umfeldes präsentiert. Außerdem wird ein exemplarischer Einblick in die Entwicklung der zeitgenössischen Rezeption Ernst Barlachs bildhauerischen Werks durch Fotografen wie Berthold Kegebein (1894-1977) oder Hildegard Heise (1897-1979) hin zu einer modernen fotografischen Präsentation seiner Kunst wie z.B. durch Kobin Yukawa (*1935), Uwe Seemann (*1938) oder André Hamann (*1970) gegeben. Der Frage, wie sich die fotografische Rezeption Ernst Barlachs Kunst über die Jahrzehnte und beeinflusst von unterschiedlicher Zeitgeschichte bis in Moderne geändert hat, wird ebenso nachgegangen, wie der Frage nach dem Verhältnis des Künstlers selbst zu seinen Fotografen und zu dem Medium Fotografie als eigenständige Kunstgattung. Als Beispiel der Rezeption Ernst Barlachs Werk in den Nachkriegsjahren werden ausstellungsbegleitend die Kurzkunstfilme „Ernst Barlach I (Der Kämpfer)“ (1949) und „Ernst Barlach II (Der Überwinder)“ (1949) von Alfred Ehrhardt (1901-1984) gezeigt. Beide Filme wurden mehrmals mit Preisen ausgezeichnet: „Ernst Barlach I (Der Kämpfer)“ gewann auf der XI. Biennale Venedig 1950 den 1. Preis. Außerdem gewann der Film genauso wie der 2. Teil „Ernst Barlach II (Der Überwinder)“ den 1. Preis für den besten Kunstfilm beim Kelowna International Film Festival Canada 1961. Mit Katalog

Begleitend zur Ausstellung wird zudem ein Fotoworkshop mit dem Fotografen Daniel Höhne (Berlin) am Wochenende vom 30.9. bis 1.10.2017 angeboten.

Kuratorin: Franziska Hell, M. A. 

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16. Juli 2017, 18.oo Uhr, Gertrudenkapelle

Das besondere Konzert:

Die GERAER KAMMERSOLISTEN

Die Geraer Kammersolisten Andreas Knoop - Flöte, Annegret Knoop – Violine, Robert Hartung - Viola, Nico Treutler - Violoncello spielen ein Klassisches Konzert: "Meisterwerke der Klassik"
Unter dem Motto "Meisterwerke der Klassik" erklingen Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn u.a.

Die Ernst Barlach Stiftung und die Freunde der Güstrower Barlach-Museen laden Sie herzlich dazu ein!


Eintrittskarten sind in der Gertrudenkapelle erhältlich.
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Mal- und Zeichenkurse 2017 des freischaffenden Maler und Bildhauer Henning Spitzer aus Güstrow:

Sommerakademie "Erlebnis Farbe"
Vom 28. August bis 1. September 2017, jeweils von 10 - 15 Uhr: Wir benutzen Pigmente, Pastellkreiden, selbstgefertigte Ölfarbe in deckender und lasierender Arbeitsweise und arbeiten nach Motiven der Natur.
350 EURO, ermäßigt 200 EURO (inkl. Material und Modellgeld)

Wochenend-Seminar "Figürliches Zeichnen"
Am 14. und 15. Oktober 2017, jeweils von 10 - 15 Uhr. Das Zeichnen als eine natürliche Auseinandersetzung mit der eigenen Wahrnehmung, in impulsiver und sensibler Arbeitsweise. Grundkenntnisse des Bildaufbaus, Handhabung des Materials sowie Befreiung von Klischees führen zu einem lustvoll-spielerischen Umgang mit dem Erlebten. 150 EURO, ermäßigt 100 EURO (inkl. Material)

Wochenende-Seminar "Pastellmalerei"
Am 18. und 19. November 2017, jeweils 10 – 15 Uhr, findet in der Kreativwerkstatt der Ernst Barlach Stiftung am Heidberg 15, Güstrow, wieder ein Wochenendseminar mit Henning Spitzer zum Thema:  „Pastellmalerei“ statt. Das Seminar ist geeignet für Anfänger und Fortgeschrittene. Motive wie Stillleben, Blumen, Porträt oder Landschaft ermöglichen das Malen nach Beobachtung. Die Technik des Pastells, also der Verzicht auf das Bindemittel, erlaubt kontinuierliches Arbeiten bei größter Gestaltungsfreiheit. 150 EURO, ermäßigt 100 EURO (inkl. Material)

Anmeldungen bitte direkt bei Henning Spitzer unter mail: spitzerweb.de oder telefonisch unter 0178-1380504.

Den aktuellen Kurs-Plan finden Sie HIER (bitte anklicken).

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15. Oktober 2017 – Februar 2018
Der Bildhauer Wolfgang Friedrich


Der Bildhauer Wolfgang Friedrich, 1947 in Torgau geboren, gehört zu den bedeutendsten norddeutschen Künstlern. Er studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden u. a. bei Gerd Jaeger und Walter Arnold. Seit 1978 lebt und arbeitet er als freier Bildhauer in Rostock. Sein Schaffen ist an den Traditionen der klassischen Figurendarstellung orientiert, er entwickelte eine eigene bildhauerische Formsprache. Friedrich arbeitet vornehmlich in kleinplastischen Formaten, die mitunter architektonischen Bühnenräumen als urbane Bezugsgrößen zugeordnet werden. Der Bilderkosmos Wolfgang Friedrichs beschwört eine „Welt als Modell“, entwirft darin Zukunftsvisionen und weist zugleich auf deren Vergänglichkeit und Gefährdung. Im Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens steht die Gestalt des Menschen, deren Existenz „zwischen Himmel und Erde“ (Ernst Barlach) für Friedrich als Meister der Kleinplastik zum Ausgangs- und Endpunkt seines Schaffens geworden ist. – Mit Katalog
Kuratorin: Inge Tessenow

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